Hörspiel

Hörspiele – Theater und Geschichten für die Ohren

Was Buch, Theater und Film für die Augen sind, ist das Hörspiel für die Ohren. Ursprünglich sind sie als erste originäre Kunstform für Radiosender in den 1920er-Jahren entstanden. Dabei wurden und werden Geschichten so umgesetzt, dass sie durch die Sprecher und eine passende Geräuschkulisse möglichst echt wirken. So gab es zum Beispiel 1938 eine Panik, als erstmals Orson Wells Hörspiel „Krieg der Welten“ lief – die Menschen dachten, dass tatsächlich Aliens auf der Erde gelandet sind. Heute werden Hörspiele in Massen auch auf Tonträgern wie Kassetten, CDs und MP3 veröffentlicht und sind damit über Radiosendungen hinaus einer breiten Gruppe von Interessenten zugänglich. Ebenfalls erhältlich sind kostenlose Hörspiele aus dem Internet, diese können dann ohne Gebühr heruntergeladen werden.

Im Wesentlichen gibt es zwei Arten von Hörspielen: klassisch literarische und moderne. Erstes zeichnet sich durch eine eher solide, auf den Text konzentrierte Inszenierung aus, beim modernen Hörspiel fließen Musik und Geräuschkulissen unterstützend in die Story ein. Hier gibt es viele Werke, die keine Buchvorlage haben und zum Teil nur für Radio und Tonträger gemacht sind. Beide Arten können unterschiedlich lang sein, von wenigen Minuten über mehrere Stunden.

In Abgrenzung zum Hörbuch, das im Wesentlichen lediglich vorgelesen wird, ist das Hörspiel eine atmosphärische Darbietung. Die verwendeten akustischen Reize bringen den Hörer dazu, gebannt zuhören und mitfiebern. So lassen Krimis schon einmal das Blut in den Adern gefrieren, Kinderhörspiele fordern stellenweise zum Mitsingen auf und Science-Fiction- oder Fantasy-Geschichten ziehen die Menschen in ihren Bann. Hörspiele bieten Unterhaltung und geben Inspiration, sich dazu passende Bilder auszumalen. Sie sind Theater oder Film für die Ohren.

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